Napoleonik e.V. informiert über das Gefecht um Lauenburg von 1813

 Napoleonik e.V.

Das Gefecht um Lauenburg von 1813 - Bericht 11. bis 17. August 2010

Der Sonntag - Altstadtgefecht:

Nach dem üblichen Wecken und dem Frühstück begann der Tag mit einem Feldgottesdienst. Da unser Feldpriester noch nicht anwesend war, übernahm die Ev.-luth. Kirchengemeinde Lauenburg/Elbe diesen Part. Bei schlechten Wetter hätte der Feldgottesdienst sogar in der Maria-Magdalenen-Kirche stattfinden können. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.
Wieder wurden Zuschauer und Gäste an die napoleonische Geschichte herangeführt.
Eine Delegation war zur Kranzniederlegung zum Soldatenfriedhof aufgebrochen, um auch dort der Gefallenen zu gedenken. Zwischenzeitlich wurde auch schon bei vielen Truppen das Mittag vorbereitet, denn es folgte ja noch das Altstadtgefecht in Lauenburg. Natürlich wurde auch exerziert bzw. gedrillt, da die Befehle bei den Gefechten sitzen müssen.
Es ging los, die Tambours trommelten den Marsch, die Truppen zogen hinunter in die Altstadt Lauenburgs. In den engen Straßen und Gassen der Altstadt Lauenburgs sorgten die Gefechtsschüsse für einen ohrenbetäubenden Lärm, aber für die Anwohner, die Bewohner und Gäste Lauenburgs und auch die Teilnehmer war dieses Altstadtgefecht ein echter Höhepunkt.
Die Alliierten Truppen gaben ihr Bestes, auch die französischen Truppen. Zu guter Letzt mussten die Alliierten am Lauenburger Rufer vor der Übermacht der Franzosen kapitulieren. Den zahlreichen Zuschauern wurden die Gruppen / Truppen vorgestellt. Danach gab es den Abmarsch aller Truppen, die nun zum Biwak zurückkehrten.
Im Biwak gab es zum Abschluss den sogenannten Abschlussappell, den ich leider im Programmablauf vergessen hatte zu erwähnen, so dass die noch anwesenden Truppen noch am Umziehen und abreisen gehindert werden mussten. Unser Militäratache stand auch hier hilfreich zur Seite ;o).

Danach mussten viele Gruppen abbauen, zumindest diejenigen, die dies am Vormittag noch nicht gemacht hatten, und abreisen. Auch die Händler bauten ab. Einige wenige verblieben aber noch bis zum Montag. Unser Rekrut Janosch musste noch die Kommando-Order unterschreiben und bekam beide als Erinnerung ausgehändigt. Er hatte zuvor aber den lustigsten Spruch der Veranstaltung gesagt: Er hatte ja die Lützower Uniform an, probierte nun aber die rote Jacke an. Als er sie zuknöpfen wollte, sagte er ganz spontan und trocken:
"Oh, ich glaub da fehlt was (vorne), ich glaub die Jacke ist kaputt." Das war der Brüller des Abends für alle Beteiligten.
Am Abend spielte uns der Wettergott einen Streich. Beim Essen ging es noch, aber danach kam ein Gewitter und heftiger Regen auf. Alle zusammen verweilten wir in Doc Sneiders und Tinos Zelt, welches sie schnell etwas umgebaut hatten, so dass alle darin Platz fanden. Doch dann, oh oh, Wllis Museumszelt hielt dem Wettergeschehen nicht stand. Mit Unterstützung wurde dort aber notdürftig stabilisiert. Man gut, dass die wichtigsten Sachen schon verstaut waren, es wäre zu schade gewesen, wenn... Lieber nicht dran denken. Gemütlich ließen wir den Abend, die Nacht ausklingen.
Verabschiedung Dieter Schürle vom aktiven Hobby Am Montag wurde gemeinsam gefrühstückt. Das Wetter war durchwachsen, aber es klarte merklich auf. Wir hatten noch einen Punkt abzuhandeln:
Nach 55 Jahren aktiver Zeit im Hobby, der Darstellung mehrerer Epochen, sollte das "Gefecht um Lauenburg von 1813" das letzte aktive Biwak mit Zeltaufbau für das "Großherzoglich Hessisch-Darmstädter Artilleriecorp" sein. Ein Dank für die Ehre, die uns damit zuteil wurde. Mit dem Verlesen und dem Überreichen einer Urkunde verabschiedeten wir unseren Kameraden Dieter Schürle aus seiner aktiven Zeit. Allerdings hoffen wir ihn doch ab und an im Hobby wiederzusehen.

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