Napoleonik e.V. informiert über das Gefecht um Lauenburg von 1813

 Napoleonik e.V.

Das Gefecht um Lauenburg von 1813 - Bericht 11. bis 17. August 2010

Der Samstag - Kanonade - Gefecht:

Nun klappte endlich alles. Der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns, denn es war trocken. Es gab eine kurze Offiziersbesprechnung. Der Bürgermeister eröffnete die Veranstaltung offiziell mit einer netten Rede. Nun ging es los: Abrücken zur Kanonade an die Elbe! Auf beiden Seiten der Elbe, Kanonade in Hohnstorf und in Lauenburg, positionierten sich die Geschütze und die Infanterie. Lauenburg war Gott sei Dank nicht vom Hochwasser betroffen, so dass alles planmäßig ablaufen konnte. Nur die Sonne schien nicht, daher verschätze man sich ein klein wenig in der Zeit. Etwas früher als geplant begann die Kanonade. Die Zuschauer und die Teilnehmer hatten ihren Spaß. Wer vorher noch nicht wach war, war es jetzt bestimmt, denn ganz leise war das Ganze nicht.
Nach der Kanonade wurde in Hohnstorf im Rahmen einer feierlichen Kranzniederlegung, am Kriegerdenkmal in der Dorfstraße, der Gefallenen gedacht. Der neue Bürgermeister André Feit gestaltete diese mit den "Alliierten und Franzosen" zusammen. 1813 waren ein Franzose und ein Angehöriger des Lützower Freicorps in Hohnstorf/Elbe gefallen.

Im Biwak zurück sorgten die Truppen erst für ihr leibliches Wohl. Danach wurden die nächsten Vorbereitungen für das Gefecht getroffen. Leider hatten wir am Gefechtsfeld immer noch keinen Strom für die Beschallung, allerdings hatte ein Vereinsmitglied vorausschauend ein Megaphon organisiert, so dass Dr. Carsten Walczok doch die Moderation des Gefechts übernehmen konnte.
Es folgte das Abrücken der Truppen zum Gefechtsfeld an den Ortsrand Lauenburgs. Unterwegs gab es einen kleinen Zwischenstop, dort wurden Getränke gereicht. Am Gefechtsfeld angekommen, postierten sich die beteiligten Truppen. Unter den Blicken zahlreicher Zuschauer fand nun das Gefecht auf dem Originalschauplatz von 1813 statt. Die Heckenkämpfe wurden teils mit Ferngläsern verfolgt. Alles verlief reibungslos und planmäßig.
Militäratache des Zaren Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an unseren Militärattache des Zaren von Rußland, der während der gesamten Veranstaltung die Sicherung der Zuschauer übernahm, während der Märsche, am Gefechtsfeld und auch beim Altstadtgefecht.
Nun mussten wir uns allerdings sputen, denn es wurde noch frisches Elbwasser benötigt. Ein Punkt, der nicht im Programmablauf stand, sollte noch für Überraschung sorgen:
Es standen noch 2 Kanonentaufen der Artillerie Kyritz an. Eigentlich sollten es 3 sein, aber ein Geschütz konnte leider nicht teilnehmen. Mit frischem Elbwasser wurden die Kanonen Vulcanus und Danzig getauft, das 3. Geschütz trägt den Namen Kyritz. Es wurde eine Taufrede gehalten, die angefertigten Urkunden verlesen und danach wurde auf die Geschütze angestoßen. Es gab sogar ein Gastgeschenk für alle Teilnehmer ;o)) (Siehe Bilder Kanonentaufe) Ein Erlebnis besonderer Art.
Nun war Zeit zum Ausruhen. Natürlich wurden auch Zuschauer und Gäste begrüßt und in Empfang genommen. Es wurden zahlreiche Gespräche geführt und viele Fragen mit Engelsgeduld beantwortet.

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