Sie finden hier Berichte von den Veranstaltungen, bei denen wir bzw. Mitglieder des Napoleonik e.V. zugegen waren.

Übungsbiwak Hohnstorf

Das Übungsbiwak fand in diesem Jahr auf dem Gelände des letzten Elbfischers in Hohnstorf statt. Wir bedanken uns herzlichst beim Fischer Panz und seiner Familie für die freundliche Aufnahme.
In diesem Jahr waren wir mit einer kleinen Truppe vertreten:
Ein paar Lützower, die Nachwuchsgeneration als 5th Line KGL und als Mitglieder des Lützowschen Freicorps, ein phantastischer Tambour und zur Unterstützung waren auch Ron, Willy und Mitglieder des 8ème Régiment d'Infanterie de Ligne anwesend, die fleißig exerzierten.
Die Nachwuchsgeneration mauserte sich wirklich, vom Aufbau, über die Verpflegung, das Exerzieren, die Stippvisite in Lauenburg, sie waren sehr fleißig. Dr. Carsten Walczok war am Samstag zu Gast bei uns und referierte über die napoleonische Ära, denn wir wollen Geschichte vermitteln und das Interesse an dieser wecken. Auch für die alten Hasen gab es Lehrreiches und sogar etwas Neues zu erfahren, wohl dem, der mitdiskutierte und zuhörte.
Für Abwechslung im Lager sorgten zwei Spiele, die in Handarbeit hergestellt wurden: Wikingerschach und das Shoveln.

Panzermuseum Munster

Am 02. September veranstaltete das Panzermuseum im Munster wieder einen Tag der offenen Tür, an dem viel Neues präsentiert wurde, somit war der Zuschauerandrang in diesem Jahr gewaltig. Auch wir durften nicht fehlen, denn die napoleonische Ära gehört zur Geschichte, so fanden wir uns mit Vertretern des 127ème Régiment d'Infanterie de Ligne in Munster ein. Schöne Bilder finden Sie per Klick auf das Albumbild: Bilder Panzermuseum 2012

Gefecht um Lauenburg 2012

Vor 199 Jahren wurden Napoleons Truppen unter Marshall Davout in Lauenburg 3 Tage an ihrem Weitermarsch gehindert. In Gedenken an diese Zeit veranstaltete Dr. Carsten Walczok zum 5. mal das Gefecht um Lauenburg von 1813. Genau auf dem historischen Datum lag diese Veranstaltung, die von Pro Lauenburg mit Wolf von Kleist und dem Napoleonik eV unterstützt wurde. Zuschauern und den mutigen Darstellern sei hier gedankt.
Bilder finden Sie unter Bilder von Christine Set-Peters, desweiteren sind auch wieder tolle
Bilder von Andreas Springer gemacht worden, und
per Klick auf das Bild kommen Sie zum Album: Bilder vom Gefecht um Lauenburg 2012

Kunst am Kanal 2012 - 950 Jahre Ratzeburg

Frank Düwel, der Programmchef des Kultursommers am Kanal oder auch Kunst am Kanal, leitete wieder eine Veranstaltung der besonderen Art, denn einen Monat lang drehte sich alles um die Kanal-Regionen im Herzogtum Lauenburg. Zuschauer konnten mit ihren Kanus oder auch den Paddelbooten den Schaalsee Kanal befahren und kamen auf ihrem Weg an Geschichten, Klängen und mehr vorbei, wobei sie manch eine Überraschung erwartete. Darsteller des Napoleonik eV durchsuchten die Reisenden und Boote nach den steckbrieflich Gesuchten, achteten auf Vagabunden und mehr.
Frank Düwel und Manfred Scharfenstein, beide von der „norden-theaterproduktion“ aus Hamburg, haben die Leitung des Stationentheaters anlässlich des 950 Stadtgeburtstages von Ratzeburg übernommen. Unsere Station hieß "Napoleon im Lande", Passanten wurden kontrolliert und wir achteten darauf, dass die Menschen mit Passierscheinen ausgestattet wurden, so dass sie ungehindert durch Ratzeburg kamen.
Einige Bilder dieser Veranstaltungen finden Sie unter: Bilder von Kunst am Kanal 2012

Lanz 2012 - Turnvater Jahn Fest

In Lanz, dem Geburtsort des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn, findet normalerweise alljährlich das Turnvater Jahn Fest statt. In diesem Jahr fiel das Gedenk - Sportfest auf Grund des Befalls der Eichen durch den Eichenprozessionsspinner leider aus, aber Gesundheit geht natürlich vor. Eine kleine Gruppe von napoleonischen Darstellern fand sich dennoch wieder zu einem Biwak ein und so gedachten und wandelten wir auf den Spuren des Turnvaters Jahn. Der Lützower Husar Ron Mecklenburg führte uns und Interessierte an die Gedenkstätten. Im Biwak wurde das Leben zur damaligen Zeit dargestellt und abends saßen wir singend, musizierend und in Gespräche vertieft um das Versorgungsfeuer.

Die entstandenen Bilder finden Sie unter: Bilder vom Turnvater Jahn Fest - Lanz 2012

Frühjahrsbiwak 2012

In diesem Jahr fand unser Frühjahrsbiwak vom 20. April 2012 (Anreise und Aufbau) bis zum 22. April 2012 im Fürstengarten in Lauenburg / Elbe statt. Mit von der Partie waren Darsteller des Napoleonik eV, des 8ème Régiment d'Infanterie de Ligne, des Lützow'schen Freicorps, der 6. Fuss-Kompanie der brandenburgischen Artilleriebrigade, des Feldbataillon Lauenburg und der 5th Line der King's German Legion. Das Grundthema war wie üblich die Vorbereitung auf die Saison, ob im Biwak oder beim Exerzieren, doch vergaßen wir auch die Zuschauer nicht, denn wir möchten Geschichte erlebbar machen.
Per Klick auf das Bild kommen Sie zum Album: Bilder vom Frühjahrsbiwak NeV 2012

Die Göhrde: Göhrdemarsch 2011

Am Gedenkstein zur Göhrde Der Napoleonik e.V. veranstaltete anlässlich der Göhrdeschlacht erstmalig einen Marsch von Damnatz zum Göhrdeschlachtfeld. Am Mittwoch, den 14.09.2011 starteten wir morgens in Damnatz. Die zurückzulegende Strecke, die wie früher auch durch Dannenberg führte, dort wurde am Grab der Eleonora Prochaska der Gefallenen gedacht, waren wir im Vorwege abgegangen und abgefahren. Gespräche mit der Bevölkerung wurden geführt, und natürlich legten wir auch eine Gedenkminute am Gedenkstein der Gefallenen der Göhrdeschlacht an der Göhrde ein um ihrer zu gedenken. Einen Bericht und nähere Informationen finden Sie auf der Seite Göhrdemarsch 2011.
Sie können sich auch gerne das Video Göhrdemarsch oder die Bildergalerie vom NDR ansehen.

Die Göhrde: Göhrde - Gefecht 2011

Vom Freitag an war der Napoleonik e.V. zu Gast bei der Göhrdeschlacht, deren Veranstalter General Marius Franke war. Einige von uns waren schon am Donnerstag angekommen, gerade diejenigen von uns, die zur Sicherheit der Marschierenden vor Ort in Damnatz geblieben waren. Der Aufbau gestaltete sich etwas schwierig, da die falsche Plane mit war und die Marketenderie größer ausfiel als sie sollte, aber wir bauten so gut es ging auf. Am Freitag Abend ging es zur Eröffnung nach Dahlenburg, netterweise gab es einen Busshuttle für die Hin- und Rückfahrt. Das Theaterstück der Göhrdefestspiele wurde hier nochmals hervorgehoben, geht es bei diesem doch um das Leben der Eleonora Prochaska, die unter dem Namen August Renz Berühmtheit als Lützower Jägerin erlangte. Im Biwak am Göhrde - Gefechtsfeld ließen alle den Freitag ausklingen.
Der Samstag begann mit dem frühzeitigen Wecken, dies übernahm ein Piper. Schon vor dem Frühstück hieß es für einen Teil von uns Antreten, denn wir nahmen am Drill und Exerzieren teil. Wie übten das Marschieren und Wheelen, das musste auch früher stets geübt werden. Nach ca. einer Stunde ging es dann zum Frühstück. Unsere Marketenderinnen hatten gute Arbeit geleistet, so dass wir unser wohlverdientes Frühstück mit Kaffee und Tee einnehmen konnten.
Der Ablauf des Wochenendes war gut strukturiert und es gestaltete sich ein interessanter Tag für Zuschauer und Darsteller. Gegen 11 Uhr sammelten sich die Darsteller um zur Gedenkveranstaltung am Göhrdedenkmal zu marschieren. Dort erfolgten Kranzniederlegungen, auch unser Ensign Tino hatte ein Gesteck geordert, das von Jens und Thomas niedergelegt wurde. Nach dem Rückmarsch war es Zeit wieder etwas für den Magen zu tun, denn ohne Mampf kein Kampf, wie es so schön heißt. Zwischenzeitlich (und während des gesamten Wochenendes) wurden Gespräche mit anderen Gruppen und Zuschauern geführt, gerade die Schriften (z.B. Meldungen aus der Artillerie - Uniformhandbuch / Anzugarten), die bei uns auslagen, fanden viele von Interesse.
Die nun folgenden Gefechte, Paraden und anschließenden Vorführungen der Darsteller, wie zum Beispiel die Lazarettdarstellung unseres Surgeons, machten Spaß und haben gefallen. Insgesamt war es ein schönes Wochenende und wir haben uns gefreut, die anderen Gruppen wiedergetroffen zu haben.

Für die wirklich gute Organisation möchten wir uns beim General Franke bedanken.

Panzermuseum Munster 2011

Beim Tag der offenen Tür im Panzermuseum Munster waren wir mit einer kleinen Delegation vertreten und machten, mit Hilfe der 4. Elbhusaren und General Marius Franke Werbung für das Reenactment, das Göhrdegefecht, den Göhrdemarsch und die Göhrdefestspiele. Am frühen Vormittag kamen wir an, bauten unsere Zelte auf und und entzündeten unser Versorgungsfeuer. Wir führten zahlreiche Gespräche mit Zuschauern, denn immer wieder kam die Frage auf, welch Uniformen wir denn tragen, somit kam das Gespräch auch auf die Zeit der Befreiungskriege und der Napoleonik. Es wurde natürlich auch ein wenig exerziert, denn das Marschieren und der Umgang mit den Vorderladerwaffen muss immer wieder geübt werden. Uns allen hat dies viel Spaß gebracht und es sind auch wieder ein paar Bilder entstanden. Gerne werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Siegesfest Großbeeren 2011

Vor 198 Jahren war es den preußischen Truppen unter General von Bülow gelungen, die napoleonischen Truppen zu besiegen, wodurch eine erneute Besetzung Berlins verhindert wurde. Als Geschenk für diesen strategischen Erfolg erhielt der Ort vom preußischen Staat die Schinkelkirche, die 1818 bis 1820 erbaut wurde. Vom 25. bis zum 28. August wurde dieser Zeit gedacht und mit dem Siegesfest gefeiert, bei dem es ein historisches Biwak und eine Gefechtsdarstellung mit den Historischen Truppen 1813 gab. Einige unserer Darsteller fanden sich am Freitag bzw. am Samstag ebenfalls zum Siegesfest ein. Wie üblich marschierten wir zur Kranzniederlegung um der Toten beider Seiten zu gedenken. Es gab viele Gespräche und wie üblich einen netten Austausch mit anderen Darstellergruppen und Zuschauern. Gesundheitsbedingt gab es auf unserer Seite leider einige Ausfälle, doch hoffen wir im nächsten Jahr vollzähliger vertreten zu sein.

Kunst am Kanal 2011

Am 01. Juli war es wieder soweit, bei der Veranstaltung KulturSommer am Kanal oder auch "Kunst am Kanal" konnten die Zuschauer in ihren Kanus den Schaalsee - Kanal befahren. In diesem Jahr drehte sich alles um das Motto Elfen - Elfen. Die Zuschauer fuhren in ihren Booten an den Geschichten vorbei, wurden zum Halten aufgefordert, so dass sie Klänge, Geschichten und Sonstiges erleben und wahrnehmen durften, mehr oder minder in das Geschehen mit eingebunden. Überraschungen erwarteten die Zuschauer aus dem Wald, unter Brücken und vom Ufer oder den Uferböschungen, niemals wussten sie, was nach der nächsten Biegung geschehen würde.
Bevor die Zuschauer bei uns ankamen, mussten sie an den Hexen vorbei, waren sie nun verflucht? Bestand der Zauber der mitgeführten Schutzsteine noch? Konnten die Zuschauer die dunkle Stimme hören oder den Schutz der Lichtelfe erfahren? Niemand wusste dies. Von den Hexen kamen die Zuschauer den Kanal entlang, geleitet von dunklen Klängen, empfangen von einer dunklen Gestalt, die schwarze Uniform des Lützow'schen Freicorps war echt hilfreich, der vor sich hinsprach als sei er nicht zu sehen, doch wollte er die Zuschauer beeinflussen. Dann kam der Tambour, die Zuschauer waren eh schon langsamer geworden und wurden nun zum Halten aufgefordert. Mutter Elfe und die kleine Lichtelfe Angelina (unsere Marketenderin und Nachwuchsmarketenderin) bewachten und schützten die gesamte Szenerie. Das Feldbataillon Lauenburg sorgte für den Schutz der Zuschauer, klärte auf und überreichte einen zusätzlichen Schutzbrief, der den Schutz der Steine verstärken sollte. Unter den Klängen der Fife durften die Zuschauer nun weiter ihres Weges ziehen.
Am Ende der Veranstaltung trafen sich Gäste und Künstler im SchaalseeCamp und konnten das Erlebte Revue passieren lassen. Es kam noch zu netten Gesprächen und unser Fazit: Gerne werden wir im nächsten Jahr wieder mitmachen.

Turnvater Jahn Fest 2011

Alljährlich findet in Lanz zum Gedenken an Turnvater Jahn, Friedrich Ludwig Jahn, das Turnvater Jahn Fest statt. Auch in diesem Jahr fand vom 24. bis zum 26. Juni 2011 ein kleines Biwak statt, das von einigen Lützower Jägern, dem Lützower Husaren, Mitgliedern des 5. Linienbataillons der Kings German Legion (5. Linie KGL), des Feldbataillons Lauenburg und der kurbrandenburgischen Artillerie besucht wurde. Am Freitag bauten wir das Biwak auf und genossen in netter Runde den Abend bei netten Gesprächen rund um das Versorgungsfeuer. Wir hatten ein abwechslungsreiches Programm, am Samstag ging es gleich mit dem frühzeitigen Wecken los, danach wurde gefrühstückt und angetreten, denn wir machten einen kleinen Ummarsch durch das Dorf mit, um die Bevölkerung zu wecken. Die Kurbrandenburgische Artillerie übernahm den Salutschuss mit der Kanone, wir das Schießen mit unseren Vorderladern. Natürlich besuchten wir auch das Museum und die Kirche, Ron Mecklenburg erklärte unermüdlich, denn er kennt die Geschichte des Dorfes mehr als gut, und so wandelten wir auf den Spuren Jahns durch die beschauliche Gegend. Im Geburtsort von Friedrich Ludwig Jahn erfährt man viele Details zum Kampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft und zum Ursprung der deutschen Turnerbewegung. Eines konnten wir uns natürlich auch nicht nehmen lassen: Wir marschierten am Sonntag zum Mausoleum des Feldmarschalls von Moellemann, dort hielt der Bürgermeister auch eine kurze Rede, und legten dort einen Kranz nieder. Auf dem Weg durch das schöne Waldgebiet konnten wir auch die große Schlossanlage nahe der Löcknitz sehen. Die gesamte Veranstaltung hat uns allen sehr gefallen und wir werden gerne wiederkommen.

Waterloo 2011

Waterloo ist für jeden Reenactor eine Reise wert, da hier am 18. Juni 1815 die große europäische Schlacht gegen Napoleons Truppen geschlagen wurde, die jedes Jahr geschichtsgetreu nachgestellt wird. Die Veranstaltung ist für die napoleonische Epoche von hoher Bedeutsamkeit, denn hier kam es zum Fall Napoleons. In diesem Jahr fand die Schlachtnachstellung am Wochenende 18. und 19. Juni statt, eine Veranstaltung, die auch wir nicht versäumen wollten.
Viele Reenactor reisten schon frühzeitig an, einige am Donnerstag, andere erst am Freitag oder gar Freitag nachts, wobei die Nacht bei allen recht kurz war, denn auch der Austausch unter den Gruppen, das Kennenlernen, die Geselligkeit und die Wiedersehensfreude sollten nicht zu kurz kommen. Das Wetter war ausgesprochen wechselhaft, so dass das wenig abgelagerte Holz zusätzlich auch noch nass war, Feuermachen wurde somit zur Geduldsprobe. Nächstes Mal nehmen wir sicher trockenes Holz mit, damit wir das Feuer leichter in Gang bringen ;)
Der Samstag hatte für alle etwas zu bieten: Nach dem Wecken, Frühstück und Morgenappell ging es mit der traditionellen Gedenkveranstaltung für die Toten von Waterloo los. Die Ausführung des Rituals lag in diesem Jahr in den Händen der C-Division, zu der auch wir gehörten. In der dann folgenden Pause öffneten sich die Himmelstore, es fing an zu regnen und zu allem Überfluss hagelte es dann auch noch. Gott sei Dank kam aber auch die Sonne wieder zum Vorschein, denn die Kartuschen mussten noch hergestellt werden, ohne Munition schießt es sich nicht gut. Nun ging es los zur Samstagsschlacht, die nahe unseres Lagers bei Houguomont statt fand. Eines haben wir an diesem Wochenende sicher gelernt: warten, denn als wir im Wald waren, sollten wir die Flanken- und Rückendeckung übernehmen, aber die Franzosen ließen sich nicht blicken, so dass wir alle warteten. Die Piper spielen beherzt zu unserer Motivation auf, es wurde sogar ein Geburtstagsständchen gebracht, und ein Tanz gewagt. Dann endlich wurden wir auf das freie Feld geführt, der Kampf tobte schon und nun kamen auch wir zu unserem Einsatz. Atemberaubend war die Kulisse, das Panorama, das Bild, welches sich uns bot. Wir waren froh im Vorwege soviel exerziert und gedrillt zu haben, auf dem Feld brauchten wir wirklich alles, gerade das Bilden der Quarrees, was in Waterloo auf Grund des hohen Kavallerieanteils wirklich von Nöten ist. Abends waren wir wieder im Lager und durften ausruhen, essen und was sonst so anstand.
Der Sonntagmorgen begann recht früh um 6.30h mit dem Wecken. Die Zeit war denkbar knapp, denn um 7.40h mussten wir schon in voller Montour antreten, da wir als erstes in Richtung Plancenoit aufbrachen. Es gab einen Busshuttle dorthin, allerdings hieß es dort erst einmal wieder warten. Die Zeit wurde für das erste und / oder zweite Frühstück genutzt, aber auch zum Exerzieren. Die Quarreebildung wurde ebenfalls geübt, dies kam uns bei der später stattfindenden Schlacht wirklich zu Gute. Nun ging es endlich mit einer Kanonade und dem Jägergeplänkel los, auch die Linientruppen marschierten vorwärts und bei den gegnerischen Kavallerieangriffen wurden die zuvor fleißig geübten Quarrees gebildet. Dies klappte wirklich gut und die Franzosen zogen sich nach Plancenoit zurück. Wir durften mal wieder ... warten... Man hielt entweder Brotzeit oder nutzte die Zeit anderweitig, so zum Beispiel mit einigen Ballspielen, das anzuschauen war ein Spaß für alle. Nach einiger Zeit kam der heiß ersehnte Befehl zum Vorrücken. Es ging zum letzten Kampf vor der Kirche in Plancenoit, es war beeindruckend, hier wurden die Franzosen im Abschluss auch besiegt.
Nun zogen die Truppen unter Beifall des Publikums ab und es ging in Richtung Busshuttle, wo wir einmal mehr warten durften. Einige marschierten zum Lager, andere nahmen den Bus, besichtigten vorher aber natürlich auch das Preußen-Monument. Im Biwak wurde erst einmal eine wärmende Mahlzeit eingenommen. Insgesamt war Waterloo 2011 wieder eine gelungene Veranstaltung. Das Publikum zeigte reges Interesse am Biwakleben, den Darstellern und an den Schlachten. Es kam zu vielen Gesprächen mit Zuschauern und Interessierten, egal ob groß oder klein, jung oder alt. Auch Händler waren anwesend, dort schauten wir nach den Sachen, die uns noch fehlen, da gibt es doch noch einiges ;) Unser aller Fazit war, dass wir gerne nach Waterloo wiederkommen werden.

Harkerode 2011

Harkerode liegt im schönen Harz und wir waren zum Räuberfest in die Burgruine Arnstein vom 03. bis zum 05. Juni eingeladen. Mit dem Bau der Burg wurde im Jahr 1130 begonnen, nach einem Brand 1601 wurde sie wenig später restauriert und zum Wohnschloss umgebaut. Die Burganlage wurde in späteren Jahren an die Familie von Knigge verpfändet, in deren Besitz sie 1812 überging. Auf der Burg Arnstein wurden auch die allseits bekannten Benimmregeln (wer kennt den Knigge nicht) zu Papier gebracht. Oben auf dem Berg hatte man wirklich einen Rundumblick auf die Gegend, das war schon toll, aber von der Burgruine aus, da hatte man einen Ausblick, der war einfach umwerfend, zumal das Wetter auch mehr als gut war, sonnig und heiß.
Nach unserer Ankunft mussten wir natürlich erst einmal unsere Zelte aufbauen und durften die traumhafte Aussicht genießen. Diese Veranstaltung war etwas untypisch, einfach zum Spaß, eben mal etwas ganz anderes. Es gab Räuber und verschiedene militärische Darstellergruppen, Jäger, Linien- und leichte Infanterie, sogar eine kleine Kanone gab es. Das gesamte Wochenende über musste man auf Übergriffe der Räuber gefasst sein, die es zu vereiteln galt. Dies wurde auch mit Bravour gemeistert, die Räuber wurden gefangen genommen und in ein Verließ gesperrt. Dort wollten sie wieder ausbrechen, das wurde aber natürlich verhindert. Es wurden Gerichtsverhandlungen gehalten und die Räuber wurden zu Peitschenhieben und Ähnlichem verurteilt, Bernd Schaller ist übrigens ein toller Richter ;)
Es wurde ein wenig exerziert, Waffen wurden natürlich gereinigt, denn auch das Lagerleben sollte ein wenig dargestellt werden. Abends gab es auch Tanz, Musik und Getränke, es war abwechslungsreich und schön. Die Gespräche waren ebenfalls nett und ergiebig, insgesamt ein gelungenes und schönes Wochenende. Unser Dank geht an die Veranstalter, Akteure und Beteiligten, es hat großen Spaß gemacht und gerne werden wir wiederkommen.

Frühjahrsbiwak Hohnstorf 2011

Unser diesjähriges Frühjahrsbiwak fand vom 15.04.2011 (Anreise und Aufbau) bis zum 17.04.2011 in Hohnstorf, auf dem Gelände des letzten Elbfischers Panz am Elbdeich, statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden natürlich auch das Göhrdegefecht, der Göhrdemarsch und die Göhrdefestspiele publiziert. Ab 12 Uhr konnte man in Hohnstorf erleben, wie verschiedene Darstellergruppen das historische Biwak aufbauten. Das Stroh, das die Gemeinde Hohnstorf uns netterweise zur Verfügung stellte, wurde verteilt und um das Lagerfeuer aufgebaut, dazu muss man wissen, dass Stroh wunderbar isoliert und wärmt, aber auch als Sitzgelegenheit herhalten muss. Den gesamten Nachmittag bis in die Abendstunden war ein geschäftiges Treiben zu erleben, denn die Teilnehmer des Frühjahrsbiwaks reisten aus ganz Deutschland an. Bedauerlicherweise mussten einige Gruppen kurzzeitig ihre Teilnahme aus gesundheitlichen und/oder beruflichen Gründen absagen, leider fehlten aus besagten Gründen auch einige Darsteller aus den eigenen Reihen. Wir wünschen natürlich allen eine schnelle Genehsung und gute Besserung.
Gruppenbild der DarstellerGeboten wurde dennoch eine Menge aus der napoleonischen Zeit, nicht nur für Geschichtsinteressierte: Das Lagerleben wurde möglichst authentisch dargestellt, am Lagerfeuer wurde gekocht und gebrutzelt, natürlich wärmte man sich an diesem auch auf, denn die Nächte waren doch recht kühl. Morgens waren verschiedene Truppenteile mit ihren historischen Uniformen wohlauf und beim gemeinsamen Frühstück konnte man die Sonne aufgehen sehen. Nach dem Frühstück wurde fleißig exerziert, da das Frühjahrsbiwak der Vorbereitung auf die bevorstehende Saison diente. Mit von der Partie waren Darsteller der Grenadier Company des 92nd Regiment of Foote, den "Gordon Highlanders", des 8ème Régiment d'Infanterie de Ligne, der 4. Husaren, des Lützow'schen Freicorps, der preussischen Jäger, der 6. Fuss-Kompanie der brandenburgischen Artilleriebrigade, des Feldbataillon Lauenburg und der 5th Line der King's German Legion. Unsere Marketenderin sorgte für das leibliche Wohl und war auch fleißig am Nähen, ob Knöpfe, Nähte oder Litze, sie hatte eine Menge zu tun und Gott sei Dank hatte sie am Samstag Nachmittag Unterstützung. Bürger und Gäste kamen in den Genuss teilweise unsere Schreibstube, die Doktoren - Darstellung, das Exerzieren, ein kleines Gefecht und einiges mehr hautnah zu erleben, es ging frei nach dem Motto: Geschichte hautnah erleben.
Am Sonntag marschierten wir morgens nach der ausgiebigen Nachtruhe zum Gedenkstein in Hohnstorf, wo ein Lützower und ein Franzose ihr Leben ließen. Doktor Carsten Walzcok hielt eine kurze Rede zum Gedenken der Toten und wir legten ein Gesteck ab. Danach marschierten wir wieder ins Biwak um unser wohlverdientes Frühstück einzunehmen. Es wurde nochmals exerziert, die Waffen wurden gereinigt und so langsam musste das Biwak abgebaut werden. Der Biwak-Platz, den der Elbfischer Panz uns freundlicherweise zur Verfügung stellte, fanden wir toll und wir werden alle sicher gerne wiederkommen.

Winterbiwak NAN, Schloss Loevestein

In Anlehnung an die Zeit von vor rund 200 Jahren gestaltete die NAN am Wochenende 26. / 27.03.2011 ihr Winterbiwak in der Wasserburg Slot Loevestein in Poederoijen, das lange Zeit auch als Gefängnis genutzt wurde. Wir vom Napoleonik e.V., d.h. einige Mitglieder des Napoleonik e.V., fanden uns ebenfalls dort ein und waren überwältigt von der Kulisse. Das Slot Loevestein (Schloss oder auch Burg) ist ein befestigtes Wasserschloss im Gelderland, wo Maas und Waal zusammenfließen. Innerhalb der Umwallung befinden sich kleine Häuser, die der Besatzung als Unterkunft dienten. Rund um die Burg war das Biwak aufgebaut, Bilder sind in einem Album zu sehen, dass auf der Seite Bildberichte zu finden ist. An den Feuern konnte man sich aufwärmen, dies war auch nötig, denn das Wetter war mehr als durchwachsen, aber wie schon zu damaliger Zeit konnte dies die Stimmung nicht trüben. So konnte man denn auch Soldaten ihre Gewehre putzen sehen, das Lager wurde immer wieder aufgeräumt, hier und da wurden Knöpfe angenäht, auch sah man Soldaten patrouillieren, Wache stehen und exerzieren.
Im Rahmen dieser malerischen Kulisse gab es 2 Gefechtsdarstellungen und das Leben der Zeit wurde im Biwak nachgestellt. Vorher durften wir mit der Darstellergruppe des 92nd Regiment of Foot exerzieren, dafür möchten wir uns herzlich bedanken, denn als junge Darstellergruppe der britischen Linieninfanterie, des 5. Linienbataillons der KGL (Kings German Legion), haben wir noch eine Menge zu lernen. Insgesamt gesehen haben wir uns im Winterbiwak der NAN sehr wohl gefühlt und werden gerne wiederkommen.

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