Geschichte des Feldbataillons Lauenburg, 1813 - 1815

Vorstoß im Norden

Im Herbst tobten in Mitteldeutschland schwere Kämpfe, wobei die Hauptlast der sogenannten Befreiungskriege von den Regionen Thüringen und Sachsen und die ihnen angrenzenden Gebiete getragen wurde, man denke da beispielsweise an Großbeeren, Katzbach, Dresden, Hagelberg, Kulm, Dennewitz, Göhrde, Altenburg, Wittenberg, Wartenburg und Liebertwolkwitz, um nur einige zu nennen. Napoleons Sieg bei Dresden konnte die Niederlagen, z.B. an der Katzbach und bei Kulm, keinesfalls aufwiegen. Die Truppen der Verbündeten, Russen, Österreicher, Schweden und Preußen stellten Napoleon im Oktober 1813 schließlich bei Leipzig zur Entscheidungsschlacht, der sogenannten Völkerschlacht. Vom 16. bis zum 19. Oktober 1813 tobten schwere Gefechte, bis die Franzosen endlich geschlagen waren, woraufhin sie sich bis hinter den Rhein zurückzogen. Die Alliierten setzten nach, überschritten im Dezember ebenfalls den Rhein und in den kommenden Monaten rückten sie bis Paris vor.

In der Nacht zum 1. Dezember verließen die Franzosen Lauenburg, und somit auch die starke Position an der Stecknitz. Die Vorposten der Alliierten rückten daraufhin in Lauenburg ein, ihnen folgte sogleich die schwedische Division des Generals von Schulzenheim.
Davout und die mit Frankreich verbündeten Dänen gaben Anfang Dezember die Stecknitzlinie (Lübeck-Ratzeburg-Mölln-Büchen-Lauenburg) auf und Davout traf am 3. Dezember im zur Festung ausgebauten Hamburg ein, und wie vorher schon bemerkt, er war fest entschlossen, Napoleon diesen strategischen Posten um jeden Preis zu erhalten, denn der Besitz der reichen Hansestadt war bei etwaigen Friedensunterhandlungen von um so größerer Bedeutung, als ja auch Dresden, Torgau, Wittenberg und Magdeburg, Danzig, Stettin und Cüstrin noch in den Händen der Franzosen waren. Die Dänen marschierten unter dem Prinzen Friedrich v. Hessen nach Oldesloe und Lübeck zurück um über Rendsburg respektive Kiel die Verbindung zur Heimat zu suchen. Bernadotte ließ durch das Korps Woronzow Hamburg auf dem rechten Elbufer abschließen und ging selbst auf Lübeck, Tettenborn unerbrach die Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck. Sie begannen nun mit 35.000 Mann den holsteinischen Feldzug gegen die Dänen, die deutschen Truppen des Korps Wallmoden gingen auf Oldesloe. Bei der Verfolgung überrundeten Wallmodens Truppen die Dänen, sie standen sich aber nirgends gegenüber, auch in Rendsburg begegnete Wallmoden das Dänische Korps nicht. Als er seine Truppen bei Sehestedt zu sammeln begann, traf das als Vorhut agierende Feldbataillon Lauenburg jedoch überraschend auf die dänische Vorhut. Kurz darauf stand man mit weit unterlegenen Kräften dem gesamten dänischen Korps gegenüber, da die Dänen enger beieinander marschierten als die der Alliierten.

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